Donnernder Applaus hallte an diesem Montag, dem 21 September, durch die ikonische Philharmonie. Und das aus gutem Grund: Bei der 6. Ausgabe des Bauhärepräis OAI, der Leitveranstaltung der Baukultur im Rahmen des 30. Jubiläums des OAI, wurden die Preisträger 2020 ausgezeichnet.
Seit seiner Einführung im Jahr 200 zeichnet der Ordre des Architectes et des Ingénieurs-Conseils alle vier Jahre Bauherren aus, denen es gelungen ist, hochwertige Architektur, Ingenieurkunst und Stadtplanung zur Geltung zu bringen und so zur Förderung der Baukultur, der Raumplanung oder auch des Städtebaus in Luxembourg beizutragen.
Zu einer Zeit, in der das Großherzogtum durch den starken demografischen Druck tiefgreifende Veränderungen seiner städtischen und dörflichen Räume erlebt, hebt der Bauhärepräis OAI das Können derjenigen hervor, die das Luxembourg von heute und morgen gestalten, dank Bauherren,
die auf Baukultur setzen und den Rahmen unseres Zusammenlebens weiterentwickeln.
In diesem Jahr wurden trotz der Gesundheitskrise nicht weniger als 257 Bewerbungen genau geprüft. Unter dem fachkundigen Blick der unabhängigen Jury des OAI, bestehend aus 12 Fachleuten und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur unter dem Vorsitz von Semiray Ahmedoua und Lorez Bräker, wurden schließlich ausgewählt: 12 Preisträger, 16 Anerkennungen, 7 Sonderpreise, darunter 1 besondere Erwähnung, und 4 Publikumspreise.
INDIVIDUELLES WOHNEN: EINFAMILIEN-, DOPPEL- ODER REIHENHÄUSER
- DACKNER Lynette und Johan, für die Verschmelzung und Harmonie der Materialien mit der Natur beim Haus «D». Die Architekten des Einfamilien-Passivhauses in Kopstal waren Arttek, ArchitecturaLLighting Maria Luisa Guerrieri Gonzaga, das beratende Ingenieurbüro war Plan B.
- SYBERTZ Hervé für die Erhaltung des Bestands und die perfekte Verbindung mit dem zeitgenössischen Anbau des Hauses Sybertz. Architekt des Einfamilienhauses war Marc Baldauff, beratendes Ingenieurbüro war Lux c.e.c.
MEHRFAMILIENWOHNEN (AB 3 EINHEITEN)
- Stadt Luxembourg für den sozialen und generationenübergreifenden Wohnungsbau, der die Schaffung öffentlicher Begegnungsräume und Nachhaltigkeit ermöglicht hat. Architekt dieses Projekts war das Büro Arlette Schneiders Architectes, beratendes Ingenieurbüro war Simon-Christiansen & Associés S.A.
INNENAUSBAU (HAUS, GESCHÄFT, VERWALTUNG...)
- Kein Preisträger. Für diese Kategorie erklärte die Jury, dass "alle eingereichten Projekte von hoher Qualität waren, sich jedoch keines wirklich von den anderen abgehoben hat. Deshalb gibt es keinen Preisträger."
GEBÄUDE FÜR HANDEL/HANDWERK/INDUSTRIE
- WAGENER Marc für das Restaurant Lakeside. Das neue Juwel am See von Echternach, der Gastronomie gewidmet und mit einer sorgfältig gestalteten Architektur, die sich in die Natur einfügt, hatte Metaform architects als Architekten und das Büro AuCarré Ingénieurs-conseils S. à r. l. als beratendes Ingenieurbüro.
GEBÄUDE FÜR VERWALTUNG/ARBEITSSTÄTTEN/GESUNDHEIT
- Verwaltung für öffentliche Bauten für die raffinierte Integration der Technik in den Altbau des Hôtel St Maximin. Das schlichte und großzügige Projekt hatte Kaell Architecte als Architekten und AuCarré Ingénieurs-conseils S. à r. l. sowie Goblet Lavandier & Associés Ingénieurs-Conseils S.A. als beratende Ingenieurbüros.