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29/09/2020

Bauhärepraïs OAI 2020: die Preisträger der Leitveranstaltung der Baukultur

Donnernder Applaus hallte an diesem Montag, dem 21 September, durch die ikonische Philharmonie. Und das aus gutem Grund: Bei der 6. Ausgabe des Bauhärepräis OAI, der Leitveranstaltung der Baukultur im Rahmen des 30. Jubiläums des OAI, wurden die Preisträger 2020 ausgezeichnet.

Seit seiner Einführung im Jahr 200 zeichnet der Ordre des Architectes et des Ingénieurs-Conseils alle vier Jahre Bauherren aus, denen es gelungen ist, hochwertige Architektur, Ingenieurkunst und Stadtplanung zur Geltung zu bringen und so zur Förderung der Baukultur, der Raumplanung oder auch des Städtebaus in Luxembourg beizutragen.

Zu einer Zeit, in der das Großherzogtum durch den starken demografischen Druck tiefgreifende Veränderungen seiner städtischen und dörflichen Räume erlebt, hebt der Bauhärepräis OAI das Können derjenigen hervor, die das Luxembourg von heute und morgen gestalten, dank Bauherren,
die auf Baukultur setzen und den Rahmen unseres Zusammenlebens weiterentwickeln.

In diesem Jahr wurden trotz der Gesundheitskrise nicht weniger als 257 Bewerbungen genau geprüft. Unter dem fachkundigen Blick der unabhängigen Jury des OAI, bestehend aus 12 Fachleuten und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur unter dem Vorsitz von Semiray Ahmedoua und Lorez Bräker, wurden schließlich ausgewählt: 12 Preisträger, 16 Anerkennungen, 7 Sonderpreise, darunter 1 besondere Erwähnung, und 4 Publikumspreise.

 
INDIVIDUELLES WOHNEN: EINFAMILIEN-, DOPPEL- ODER REIHENHÄUSER
  • DACKNER Lynette und Johan, für die Verschmelzung und Harmonie der Materialien mit der Natur beim Haus «D». Die Architekten des Einfamilien-Passivhauses in Kopstal waren Arttek, ArchitecturaLLighting Maria Luisa Guerrieri Gonzaga, das beratende Ingenieurbüro war Plan B.
  • SYBERTZ Hervé für die Erhaltung des Bestands und die perfekte Verbindung mit dem zeitgenössischen Anbau des Hauses Sybertz. Architekt des Einfamilienhauses war Marc Baldauff, beratendes Ingenieurbüro war Lux c.e.c.

MEHRFAMILIENWOHNEN (AB 3 EINHEITEN)
  • Stadt Luxembourg für den sozialen und generationenübergreifenden Wohnungsbau, der die Schaffung öffentlicher Begegnungsräume und Nachhaltigkeit ermöglicht hat. Architekt dieses Projekts war das Büro Arlette Schneiders Architectes, beratendes Ingenieurbüro war Simon-Christiansen & Associés S.A.
 
INNENAUSBAU (HAUS, GESCHÄFT, VERWALTUNG...)
  • Kein Preisträger. Für diese Kategorie erklärte die Jury, dass "alle eingereichten Projekte von hoher Qualität waren, sich jedoch keines wirklich von den anderen abgehoben hat. Deshalb gibt es keinen Preisträger."
 
GEBÄUDE FÜR HANDEL/HANDWERK/INDUSTRIE
  • WAGENER Marc für das Restaurant Lakeside. Das neue Juwel am See von Echternach, der Gastronomie gewidmet und mit einer sorgfältig gestalteten Architektur, die sich in die Natur einfügt, hatte Metaform architects als Architekten und das Büro AuCarré Ingénieurs-conseils S. à r. l. als beratendes Ingenieurbüro.
 
GEBÄUDE FÜR VERWALTUNG/ARBEITSSTÄTTEN/GESUNDHEIT
  • Verwaltung für öffentliche Bauten für die raffinierte Integration der Technik in den Altbau des Hôtel St Maximin. Das schlichte und großzügige Projekt hatte Kaell Architecte als Architekten und AuCarré Ingénieurs-conseils S. à r. l. sowie Goblet Lavandier & Associés Ingénieurs-Conseils S.A. als beratende Ingenieurbüros.
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GEBÄUDE FÜR BILDUNG/KULTUR/SPORT
  • Gemeinde Kopstal für die Überlagerung der Fassadenebenen, die verschiedenen Lesarten, die visuelle Leichtigkeit und die interessante räumliche Organisation der Sporthalle von Bridel. Ihr Architekt war Architecture + Aménagement, die beratenden Ingenieurbüros waren Schroeder & Associés Ingénieurs-Conseils S.A. und Goblet Lavandier & Associés Ingénieurs-Conseils S.A.
  • Gemeinde Schuttrange für den gelungenen Empfang der Eltern, die Strenge der interessanten Raumgestaltung und das herausnehmbare Modul der Kinderkrippe am Bongert. Architekt der Kinderkrippe war Elementar S. à r. l., beratendes Ingenieurbüro war AuCarré Ingénieurs-conseils S. à r. l.

INGENIEURBAUWERKE/INFRASTRUKTUREN
  • Luxenergie für die künstlerische Seite des Pelletsilos.  Das Architekturbüro des Projekts war Paul Bretz Architectes, das beratende Ingenieurbüro war SOGEDEC S. à r. l.
 
RAUMPLANUNG/STÄDTEBAU/LANDSCHAFTSRÄUME
  • Fonds Belval für die städtebauliche Gestaltung der Terrasse des Hauts Fourneaux, die eine gelungene Symbiose zwischen dem bestehenden Erbe und dem neuen Projekt bietet. Die Architekturbüros Inessa Hansch Architecte, Michel Desvigne Paysagiste sowie AREAL Landscape Architecture waren die Architekten, während Icone ingénieurs conseils das beratende Ingenieurbüro war.
 
TECHNISCHE UND ENERGETISCHE ANLAGEN (INNOVATIVE LÖSUNG/GELUNGENE INTEGRATION/...)
  • Gemeinde Bettembourg für das Blockheizkraftwerk mit Metaform architects als Architekturbüro und Schroeder & Associés Ingénieurs-Conseils S.A. sowie Goblet Lavandier & Associés Ingénieurs-Conseils S.A. als beratenden Ingenieurbüros.
  • Der Sonderpreis der Jury (öffentlicher Bauherr) wurde dem Fonds Belval für das Luxembourg Learning Centre verliehen, mit Valentiny HVP architects als Architekturbüro und RMC Consulting S. à r. l. als beratendem Ingenieurbüro.
  • Der Sonderpreis der Jury (privater Bauherr) wurde ASARS Constructions für die Wohnanlage Diamant verliehen, mit Metaform architects als Architekturbüro und Simon Christiansen sowie Sitlux als beratenden Ingenieurbüros.
  • Der Sonderpreis für den Mut des Bauherrn wurde der Gemeinde Rosport Mompach für das Kultur- und Mehrzweckzentrum verliehen, mit FORMSOCIETY S. à r. l. als Architekturbüro und Schroeder & Associés Ingénieurs-Conseils S.A. sowie Siegel&Schleimer ingénieurs-conseils als beratenden Ingenieurbüros.
  • Der Sonderpreis Kulturerbe wurde dem Fonds du logement für die Renovierung des ehemaligen Bauernhofs Nelson in Colmar-Berg verliehen, mit Jonas Architectes Associés S.A als Architekturbüro und als beratenden Ingenieurbüros
  • Eine besondere Erwähnung in der Kategorie Kulturerbe erhielt die Banque et caisse d’épargne de l’État, Luxembourg für das Projekt 19 Liberté mit als Architekturbüro und mit SIEGEL SCHLEIMER INGéNIEURS-CONSEILS S. à r. l. sowie SGI Ingénierie S.A als beratenden Ingenieurbüros
  • Der Sonderpreis für vorbildliche energetische Sanierung wurde Pit Seven für das Projekt Mamerhaff verliehen, mit STEINMETZDEMEYER architectes urbanistes als Architekturbüro und HLG Ingénieurs Conseils S. à r. l. sowie Dalzotto & Associés S. à r. l. als beratenden Ingenieurbüros.
  • Den Sonderpreis Neue Wohnform gewann GOERENS Michèle für das Projekt Holzmodulbau in Moutfort mit FAT Architects S. à r. l. als Architekturbüro.
  • Der Sonderpreis Barrierefreiheit geht an die Stadt Luxembourg für den Aufzug von Pfaffenthal mit STEINMETZDEMEYER architectes urbanistes als Architekturbüro und INCA, INGéNIEURS CONSEILS Associés S. à r. l. sowie Jean Schmit Engineering S. à r. l. als beratenden Ingenieurbüros.